Historische Ansichten

Wie viele andere nordhessische Dörfer war auch Mellnau bis in die vierziger Jahre ein reines Fachwerkdorf. Dank einiger rühriger Fotografen sind einige einzigartige Ansichten aus dieser Zeit erhalten geblieben.

Gemeinsam mit Ansichten damaliger Mellnauer Häuser und Höfe, bilden die Aufnahmen die Grundlage zahlreicher Hausgeschichten, die bereits im Mellnauer Kuckuck und anderen Publikationen veröffentlicht worden sind, und in diesem QRCode vorgestellt werden.

 


1. Haus-Nr.88, heute Heppenbergstr. 12, „, Fam. Diehl, Dorfname „onne Lorsch“ (Foto G. Textor 1934)

Daniel Busch (geb.1884) baute das Haus 1914-1918. Die Fertigstellung wurde durch den Ersten Weltkrieg verzögert. Das Grundstück befand sich vorher im Besitz von Sauers und wurde als Garten genutzt. Nach Erzählungen stand an dieser Stelle einmal ein Forsthaus. Das Fachwerk war das einzige im Ort, was seinerzeit blaue Balken besaß. Die Wetterseite wurde von Walter Diehl später verschiefert. Da der Hausbock das Gebälk zerfressen hatte wurde das Haus 1976 abgerissen und durch den heutigen Neubau ersetzt.


 

2. Der Feuerlöschteich neben dem heutigen DGH. Das Foto entstand um 1935.

 


3. Blick von der Schule zur Burg, Foto 1910-1922

 


4. Luftaufnahme der Burg von Rudi Büscher um 1964

 


5. Kraftpost 1936

 


6. Blick vom Bochtenberg

Diese Ansicht ist Anfang der 50er Jahre entstanden. Die Nebenstraßen waren zum größten Teil noch Sandwege. Lediglich die „Drusel“ (Regenabfluss an den Straßen) waren mit Pflastersteinen befestigt.


7. Federvieh vor der Schule Mai 58 (Foto: M. Isenberg)

 


8. Blick von unter Hampels Garten Richtung Wetter Aug.60 (Foto: Isenberg)

 


9. Alfred Lehner 1942

 


10. Die Mellnauer Kirche (Postkarte 1935)

 


11. Burgrenovierung im Vorfeld der 700Jahr-Feier 1962

 


12. Langzeitbelichtung  vom alten Springbrunnen von M. Isenberg 1962

 


13. Blick in die Alte Höhle, M. Isenberg 1961

 


14. Heike, Armin und Erna Althaus am alten Springbrunnen

 


15. Verflogener Hubschrauber auf „Pfeifersch Wiese“ Nov. 1959, mehr dazu im MELLNAUER KUCKUCK, Ausgabe 04/2018

 


16. Spielplatz neben dem DGH Aug. 1962 (Foto: Isenberg)

 


17. Grillhütte „Herrensaustall“ im Rosengarten

 


18. Reiner Boßhammer (†), Erwin Damm (heute Oberrosphe) und Rolf Vollmarhausen (†) basteln 1961 am fast fertigen Modell der Burg Mellnau.

 


19. Blick vom Burgturm, M. Isenberg 1960

 


20. Erste Burgrenovierung

1934 war es tatsächlich so weit, berichtete Regierungsbaurat Abel 1937 rückblickend: Staat, Kreis und Bezirk wendeten erhebliche Mittel auf, „um die Burgruine gegen weiteren Verfall zu sichern“. Der Wehrturm wurde im „unteren Teil stand- sicher und wetterfest gestaltet“.

Zur Bautechnik findet sich bei Sträub eine interessante Notiz, die an dieser Stelle eingefügt werden soll: „Die schönen Quader des Burgfrieds stellen übrigens nur Verblendung dar. Was sich dahinter befindet, ist Gussmauerwerk. So ist die Burg Mellnau auch von besonderem bautechnischem Interesse“

(Burgen und Schlösser im Hessenande, Melsungen 1976, S.216).


21. Haus Klös-Nickel, Burgstr. 66 , früher Hausnummer 37, Dorfname „Peifersch“

Elisabeth Erkel, geb. Pfeiffer mit ihren Enkeltöchtern Margarete Klös, geb. Erkel, Annemarie Erkel und Sabine Nickel.


22. Rohleder, Alte Höhle 11 (ehem. Haus Nr. 53, Dorfname Geerts)

Das Foto wurde etwa 1910 gemacht. Der kleine Junge vorne  links ist Wiegand Schmidt. Rechts auf dem Bild sieht man den Schafstall. Dieser Teil des Hauses musste 1948 neu auf- gemauert werden. Bei dieser Gelegenheit wurde das Haus verputzt. Zum Haus gehörte eine Stellmacherwerkstatt auf der gegenüber liegenden Straßenseite. Diese wurde von Geerts Michel noch bis in die 50er Jahre betrieben.


23. Haus-Nr. 103, heute Birkenallee 1 –  Fam. Heldmann,– Dorfname „Onne Lutz“

Das Haus wurde 1934 von Otto Heldmann erbaut. Der Straßenzug nannte sich seinerzeit noch „Lehmkaute“. Davor lebte Fam. Heldmann  in der Heppenbergstrasse. Daher rührt der Dorfname „Owe Lutz“ und „Onne Lutz“. Otto Heldmann hatte eine der ersten Fotoapparate im Dorf und ein eigenes Fotolabor. Von 80 – 95 war in dem Haus die Poststelle untergebracht, die von Marlene Heldmann betreut wurde. Danach fiel  der Service der Zentalisierung des Unternehmens zum Opfer. Den alten Hauseingang mit den bunten Glasfenstern gibt es heute nicht mehr.


24. Haus-Nr. 2, heute Heppenbergstr. 10 –  Fam. Naumann,– Dorfname Happels

Die alte Hausnummer gibt Aufschluss darüber, dass es sich bei diesem Anwesen um eines der ältesten des Dorfes handelt.  Vermutlich fungierte das Gehöft  schon vor vielen Jahren als Lehngut der Mellnauer Burgmannen, was auf eine Bauzeit im 14. Jahrhundert  schließen lässt. Das älteste bestehende Foto wurde 1930 bei der Hochzeit der Eltern von Elisabeth Naumann (†2011) Kath. Diehl, geb. Peter und  Heinrich Diehl gemacht.

Foto: etwa 1940, re. Elisabeth Naumann, der Mann in der Mitte ist leider nicht zu erkennen, li. Katharina Belzer (Rowejokobs Trinchen). Die Scheune auf der rechten Seite ist 1966 abgebrannt.


25. Haus-Nr.41, heute Alte Höhle 1, Regina Schmidt, Dorfname „Dählerhohs“,

Das Geburtshaus von Hermann Hahn. Auf dem Foto sind Margarete Dornbach (geb.Hahn), Annemarie Hahn (geb. Ebert) und Annemarie Kunz (geb. Hahn) abgebildet. Man sieht eine geteilte Haustür und eine hölzerne Dachrinne. Rechterhand ist noch ein Teil des Stalls zu erkennen. Das Haus wurde 1962 abgerissen und durch einen Lebensmittelmarkt (Linne) ersetzt. Hermann Hahn erinnert sich: „Wir besaßen 2 Pferde und 14 Stück Rindvieh, 20 Schweine und 6 Schafe. Wir bewirtschafteten zu dieser Zeit etwa 7,5 ha. Das Haus hatte einen Nutzgarten auf dem Grundstück und zwei Mägde waren angestellt, die auch bei uns wohnten. In der Scheune war ein Brunnen für das Vieh. Ein Brunnen im Garten lieferte das Trinkwasser.“


26. Haus-Nr. 56, heute Burgstr. 80 –  Fam. Zimmer, davor Busch – Dorfname Stoahls

Der hintere Teil des Hauses (Eichefachwerk) stand bis 1900 noch längs zur Straße, bevor es in die heutige Position gedreht und mit Fichtenholz vergrößert wurde. Das Haus wurde vmtl. von Heinrich Stahl, dem Ur-Ur-Großvater des ehemaligen Besitzers Helmut Busch, erbaut, was wahrscheinlich den Dorfnamen erklärt. Die Gefache über dem Scheunentor waren bemalt, links ein springender Hirsch und rechts ein Jäger. Zu der Zeit, als diese Aufnahme entstanden ist, lebte Bernhard Busch mit seiner Frau Elisabeth und acht Kindern (3 Jungen und 5 Mädchen) in diesem Haus. 1974 baute Ernst Busch das neue Haus in der Burgstr. 82, dem ehemaligen Nutzgarten.


27. Haus-Nr.14, heute Borngasse 19, Fam. Roth, Dorfname „Raowejakobs“ (Foto: K. Rumpf 1935)

Das Haus wurde von Andreas Roth, dem Großvater des heutigen Besitzers von „Raowejakobs“ gekauft. Früher befand sich hier eine Stellmacherwerkstatt. Wann das Haus gebaut wurde, ist nicht bekannt. Der Mann im Fachwerk, das Strebenkreuz über der Haustür, deutet auf eine frühe Bauzeit hin. Sonntagmorgens war die „Wännerstowwe“, die Stellmacherwerkstatt regelmäßig Sammelplatz der Mellnauer, um sich von Andreas Roth die Haare schneiden zu lassen.


28. Busch (Heldmanns) früher Haus Nr. 45, heute Burgstr. 51

Neben einer Gaststätte befand sich im Haus Nr. 45 auch eine Hausschneiderei, später ein Kaufmannsladen und eine Tankstelle. Das Haus wurde zunächst umgebaut und Ende der 70er Jahre abgerissen und durch einen Neubau ersetzt.


29. Haus Nr. 64, „Steffes“, heute Alte Höhle 31, Fam. Schumacher


30. Haus Nr. 29. „Sauses“, heute Burgstr. 63, Fam. Götzfried, das alte Haus wurde 1973 abgerissen.


31. Haus-Nr. 55, Dorfname “ Schütze-Kaspersch“, heute Alte Höhle 7, B. Oberländer (Foto: K.Rumpf 1935)

Ein typisches Knechthaus, ein sogenanntes „Lehnhaus“. Auf der Grundfläche von 30m² wohnten in den 70er Jahren zeitweise bis zu 9 Personen. Rechts ist noch ein Teil der Scheune zu sehen, die später abgerissen wurde. Der Namensgeber des Hauses (Schütze-Kaspersch) ist im ehemaligen Dorfteich (heute Parkplatz DGH) ertrunken. Bei einer Renovierung des Hauses in den 50ern fand man einen Balken mit dem Namen Bernhard Rabe, der in den Besitz von „Geerts Michel“ übergegangen ist.


32. Burgstrasse / Ecke Försterweg, ehemals Noll, Dorfname Rössersch“


33. Haus Nr. 10 1/2 heute Burgstr.20, Fam. Busch, Dorfname Owe Feisels

Auf dem Bild ist Herrmann Busch sen. , der Großvater von Kurt und Heinrich Busch zu sehen. Die Frau dürfte wohl eine Magd sein, die seinerzeit auf dem Hof gearbeitet hat. Das Bild ist vermutlich in den 50ern entstanden. Das Fachwerkhaus wurde um ca. 1850 neu aufgestellt.  Es hat vorher ungefähr an der Stelle gestanden, wo jetzt der Garten von Hans Klös ist. Die ehemaligen Bewohner müssen wohl aus Oberrosphe zugezogen sein. Es existiert noch eine alte „Mäste“ aus dem Jahre 1860, auf welcher „Kranz Oberrosphe“ geschrieben steht. Das Haus wurde 1963 abgerissen und an die gleiche Stelle das jetzige Haus errichtet. 1918 sind durch einen Blitzeinschlag die Wirtschaftsgebäude fast vollständig verbrannt. Die Wirtschaftsgebäude wurden danach wieder aufgebaut und stehen heute noch. Verwandt mit onne Feisels sind die Buschs durch den Urgroßvater, der ein Stiefbruder von dem Großvater von Walter Busch war. Weitere Stiefgeschwister von  Urgroßvater waren die Uroma von Lydia Löwer, Karin Peter und Thorsten Dalkowski. Soweit  bekannt, waren alle  Vorfahren in der Landwirtschaft tätig. Kurt Buschs Großvater ist nach dem Krieg allerdings noch zur Arbeit gegangen. Kurt Busch erinnert sich: „2001 hat mein Vater aus gesundheitlichen Gründen die Landwirtschaft aufgeben müssen. Mein Vater war mit 16 ha bewirtschafteten Land Vollerwerbslandwirt, das ist heute undenkbar, sodass  sowohl mein Bruder als auch ich beruflich andere Wege eingeschlagen haben. Wenn ich mich an meine Kindheit und Jugend zurückerinnere, mussten wir zwar schon früh hart in der Landwirtschaft arbeiten, aber es war trotzdem eine schöne Zeit zwischen Tieren und in einem Haushalt mit vier Generationen groß geworden zu sein. Wenn ich zurückdenke, wie viele Bauern es in Mellnau gab und wie viel jetzt davon übrig geblieben ist,  kommt schon ein wenig Wehmut auf. In den Jahren ist doch viel dörfliche Kultur auf der Stecke geblieben. Bäuerliche Arbeit war mal der Mittelpunkt unseres Dorflebens heute ist es nur noch eine Randerscheinung.“


34. Ernte in „Heldmanns“ Garten

 


35. Hausgeschichte Simtshäuser Straße 4

 

Das Haus von Uschi und Hans- Peter Zimmer hatte früher die Hausnummer 22. Der Dorfname ist Gehordes. Zimmers kauften das Haus 1974, renovierten und bauten es aus. Der Denkmalschutz schätzte damals das Alter des Hauses auf 400 bis 450 Jahre.

Es war der Hof eines Kleinbauern. Links im abgewinkelten Anbau wurden die Schweine gehalten, die Ziegen im linken Raum des Hauses, wo heute die Küche ist und die Scheune mit Kuhstall rechts neben dem Wohnhaus. Die Scheune ist deutlich jünger als das Haus. Die Vermutung liegt nahe, daß sie vorher an einem anderen Ort gestanden hat, denn der massive Unterbau ist circa zwei Meter länger als die Fachwerketage. Diese fehlenden zwei Meter sind mit Ziegelsteinen gemauert. Dieses Gebäude beherbergt heute die Garage und die Werkstatt.

Das Wohnhaus hatte vor dem Umbau einen häufig zu findenden Grundriß: Der Eingang mit Flur und Treppe ist in der Mitte des Hauses, geradeaus ging es früher in die Küche, links und rechts davon waren ein Wirtschafts- und ein Wohnraum. In der oberen Etage war über der Küche die Räucherkammer und nebenan befanden sich die Schlafräume. Die geschwärzten Wände der Räucherkammer haben Zimmers bei der Renovierung noch vorgefunden. Heute sind die knapp einhundert Quadratmeter Wohnfläche auf sechs Zimmer mit Flur aufgeteilt.

Schreiner Noll hat bei Aufräumungsarbeiten im Haus eine alte Fotografie des Hauses aus dem Jahre 1909 gefunden, Darauf abgebildet ist der damalige Besitzer Jakob Busch mit seiner Familie im Fenster lehnend.

Über die ältere Geschichte des Hauses erfuhr ich mehr bei Hein Balzer: Denn das Haus ist das Elternhaus seiner Mutter( geb. Busch) gewesen. Hein Balzer erzählte mir, daß seine Ururgroßeltern das Haus Ende des 18. Jahrhunderts kauften. Das Ehepaar Claar kam aus Hachborn. Die Urgroßeltern waren Heinrich Claar und Margaretha, geborene Klös.

Bis 1974, als das Haus an Zimmers verkauft wurde, ist es etwa zweihundert Jahre lang in der Familie geblieben!

Zu dem Hof gehörten früher etwa fünf bis sechs Hektar Land.

Die Miste, so erinnert sich Hein Balzer, war wie üblich auf dem Hof. Da dieser sehr klein ist, mußte die Miste vor der Erntezeit geleert werden, damit der Erntewagen an die Scheune heranfahren konnte.


36. Haus-Nr. 67 „Obseires“ heute Burgstr. 76, Gerhard und Gretel Völk

Das Haus Nr. 67 wurde etwa 1820 von Hahn errichtet.  Der Erbauer war der  Ururgroßvater von Gerhard Völk. Helene Völk, die 2008 verstorbene Mutter von Gerhard, berichtete 1982 im Spurensicherungsheft „Geschichten vom Doahl“ dass sie früher mit ihren Eltern, Georg und Margarete Schmidt, geb. Hahn und ihren neun Geschwistern in dem Haus gelebt hat. Dazu kam, dass der untere Teil der linken Haushälfte noch bis Anfang der 50er Jahre als Stall genutzt wurde. Die Küche war bis Ende der 30er Jahre gleichzeitig Schusterwerkstatt.  Es war so eng, dass immer gesagt wurde: “Ess leie drei vo ohwe, onn drei vo onne“.


37. Becker, Heppenbergstr. 18 (ehem.  Haus Nr. 1, Dorfname „Klingelhöwersch“)

Diese Aufnahme aus dem Jahre 1930 zierte bereits die Titelseite vom eingangs erwähnten Spurensicherungsheft „Geschichten vom Doal“. Der Besitzer des Hauses war Konrad Klingelhöfer. Er verkaufte es Anfang der 30er-Jahre an Familie Becker. Aus dem ehemaligen Haus Nr.1 stammte Anna Katharine Becker, eines von fünf Kindern. Sie heiratete im Jahr 1934 Andreas Seipp, der von Beruf Schmied war und im Hochzeitsjahr die Schmiede von Herrn Wagner in der Simtshäuser Straße übernahm.


38. Gritsch, Dämmersgrund 5, (ehem. Haus Nr. 80, Dorfname Hilbergs)

Es gibt keine Unterlagen mehr über das Fachwerkhaus. Die Personen auf dem Bild sind unbekannt (evtl. Nachbarn) Bewohnt wurde dieses Haus von Fam. Hilberg (Heinrich Hilberg, Anna Katharina und den Kindern Lisbeth, Anna und Bernhard) Sohn Bernhard wurde (20 Jahre alt) in Russland als vermisst gemeldet. Heinrich Hilberg arbeitete als Anstreicher.

Anfang 1958 fand der erste Umbau durch Fam. Gritsch und der Firma Bosshammer statt. Ein zweiter Umbau erfolgte einige Jahre später, durch die Firma Bamberger (Sterzh.) Als Wirtschaftsgebäude diente eine kleine Scheune (nicht mehr vorhanden) und schon immer wurde ein relativ großer Garten bewirtschaftet (ca. 200 qm groß)

Zurzeit wohnt nur noch Karl Gritsch in diesem Haus. (Foto um 1910)


39. Fam. Proft, Burgstr. 60, (ehem. Haus Nr. 6  1/2, Dorfname Kombächersch)

Das Foto zeigt das Haus von Kombächersch mit Sophies Vater Jakob Klös, an der Hand von seiner Mutter Elisabeth Klös, geb. Kombächer. Am Fenster die Oma von Jakob Klös. Das Bild entstand ca. 1910. Das Baujahr vom Haus ist nicht bekannt. Es ist eingeritzt in einem Balken der Außenwand, die heute aber verkleidet ist.

1958 sind Jakob Klös mit Frau Elisabeth und Tochter Sophie mit Ehemann Herbert Becker ins neugebaute Haus im Unterdorf gezogen, da das Haus zu klein wurde. Zwei der acht Kinder von Herbert u. Sophie waren bereits geboren. Auffallend, dass Jungs und wohl auch Männer zu dieser Zeit Kleider/Röcke trugen…


40. Fam. Oeser Heppenbergstr. 5 (ehem. Ebert Haus Nr. 27, Dorfname Hobs)

Nur wenige Mellnauer Höfe haben eine solche geschichtsträchtige Vergangenheit, wie das Haus der Familie Oeser am Heppenberg. Im über fünfhundert Jahre alten Anwesen haben Generationen von Mellnauern miteinander gelebt und die Erträge des Hofes haben sie ernährt. Bis in die 80er Jahre wurde der Hof im Vollerwerb bewirtschaftet und war einer der größeren Höfe im Dorf. Die vergangenen Jahre gab es verschiedene Bemühungen, den Hof als touristische Attraktion zu installieren. Zu erwähnen sei der „Sprechenden Garten“ in 2008, der Vorläufer des Kuckuckswegs, oder auch die Idee des Burgwaldhauses als zentraler Anlaufpunkt für Mellnauer Besucher. Heute sind wir froh, dass mit der Familie Oeser ein neuer Besitzer gefunden wurde, der dem Gehöft neues Leben einhaucht.